Die Hauptkellnerin führte uns beim Gehen noch zu Tür und hörte kaum auf, sich zu verbeugen.
Sonntag, 15. April 2018
Zweiter Tag in Kyoto
Mittlerweile kennen wir uns hier ein wenig aus. Das macht sich vor allem bei der Wahl der Züge positiv bemerkbar.
Zuerst begaben wir uns zum Berg Inari. Dort ist der Fushimi Inari Schrein. Es sind viele kleine Schreine aufgestellt, welche in einer Art Rundweg auf den Gipfel führen. Die Wege zwischen den kleinen Schreinen sind mit Bögen versehen, welche von lokalen Familien und Firmen gesponsort werden.
Es ist ein schöner Ort, der im Sommer durch die Bögen sehr angenehm zu beschreiten sein wird. Auch im April macht sich das gut, denn der Aufstieg braucht Zeit und Kraft. Ungefähr zwei Stunden ist man unterwegs. Die ersten 500 Meter sind mit Besuchern gestopft voll. Weiter oben lichtet sich das. Obwol wir nicht gleich um 6 Uhr morgens dort waren, konnte man mit etwas Glück menschenleere Abschnitte fotografieren. Oben hat man leider keine Aussicht wegen der umliegenden Vegetation.


Als weiteres Ziel hatten wir uns den Ginkakuji Tempel ausgesucht. Man durchläuft einen Zengarten. Die Anlage stammt aus dem Jahr 1482.


Abends kehrten wir in ein spannendes Lokal ein. Traditionell japanisch wie fast immer. Jedoch waren uns die Rituale nicht ganz vertraut. Die Bedienungen riefen in unregelmäßigen Abständen mal zehn, mal zwanzig Minuten irgendeinen Spruch raus. Eine davon klatschte in die Hände und die anderen sprachen dann mit. Wir wissen bis heute nicht, wozu das gut war.
Als Beilage erhält jeder Tisch dort etwas Gemüse. Gurken, Karotten und Kohlrabi. Die Bedienung erklärte uns mit Händen und Füßen, dass wir dies erst zum Essen essen dürften und nicht davor. Wir hielten uns daran.
Ich trank ein Gläschen Sake zum Essen. Als dieses leer war, griff ich auf das Essenstablett der neben mir sitzenden Person, weil sich darauf ein Kännchen Miso-Suppe befand. Ich schenkte mir etwas davon ins leere Glas. Am Nachbartisch schüttelte man nur den Kopf.
Unsere Bedienung verstand fast kein Englisch, weshalb aus Versehen eine Essensbestellung vom Nachbartisch bei uns landete. Wir deuteten darauf, dass wir das nicht bestellten. Fünf Minuten später holte sie das wieder ab.
Als wir zahlen wollten, bekamen wir dann einen Teller mir vier Fruchtgeleewürfeln als Entschuldigung mit einer Nachricht, die zeigt, wie sehr die Japaner um Höflichkeit und Korrektheit bemüht sind.
Die Hauptkellnerin führte uns beim Gehen noch zu Tür und hörte kaum auf, sich zu verbeugen.
Die Hauptkellnerin führte uns beim Gehen noch zu Tür und hörte kaum auf, sich zu verbeugen.
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