Dienstag, 10. April 2018

Miyajima

Die Fahrt nach Miyajima erfordert eine Fährüberfahrt. Der Ort an sich ist berühmt für seinen „floating torii“. Das ist ein Gebetstor, das im Wasser steht und von den Gezeiten erfasst wird, so dass es aussieht als schwebte es über dem Wasser. Auf der Insel leben zahme Rehe. Die Insel ist UNESCO Welterbe. Regelmäßig ist damit ein großer Besucheransturm verbunden. Das verbündete Denkmal mit der Tempelanlage ist in Frankreich der Mont St. Michel. Es ist toll zu sehen, wie die Japaner Bande nach Europa knüpfen. Generell sind nach unserer Einschätzung nicht besonders viele Touristen unterwegs. Ein paar Franzosen, Holländer und Amerikaner sind neben uns Deutschen vertreten. Als weitere Attraktion sind wir mit der Seilbahn auf den Berg Misen gefahren. Von dort sieht man die der Insel gegenüber gelegene Stadt Hiroshima. Es war ein denkwürdiger Moment, wenn man vom Gipfel auf die Stadt hinunter blickt und sich vor Augen führt, was hier im Jahre 1945 geschah. Das war mir bei der Hinfahrt nicht so gegangen, weil der Schinkanzen doch reichlich schnell fährt und für’s Landschaft genießen die Fenster doch recht klein ausfallen. Auf dem Gipfel angekommen ist man erst nach ca. einem Kilometer Fußmarsch bergauf. Dabei kommt man an ein paar Tempeln vorbei. Wenn man auf dem Berg zu verhungern droht, sollte man sich zu einem der Tempel begeben. Denn dort wurden erst gerade drei Dosen Ananas als Opfergabe abgelegt. Das Bilderverbot aus der Bibel ist für Buddha nicht gültig, weshalb man mit ihm offensichtlich leichter Marketing betreiben kann. Nach dem Abendessen gingen die anderen noch einmal zum „Strand“ mit dem Tor. Ich blieb im Zimmer in unserem Riokan (traditionelles japanisches Hotel). Als die anderen von der Fotosafari zurück waren, zogen wir uns die Yukata an. Das ist quasi ein Malermantel, der von den Gästen im Riokan getragen wird. Damit gingen wir in das Heißwasserbad, den Onsen. Zuerst wäscht man sich gründlich und anschließend entspannt man im Bad. Ein tolles Erlebnis. Stets zu beachten ist jedoch die korrekte Fußbekleidung. In öffentlichen Flächen trägt man Schuhe, diese zieht man vor dem Betreten des Zimmers aus. Auf dem Klo gibt es ein paar Kloschuhe für alle. Diese sind ebenfalls bei Benutzung des Lokus zu tragen.

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