Samstag, 7. April 2018
Hanami
Das ist japanisch und bedeutet: Blüten betrachten. Zwar geht das auch zu Hause im Frühjahr, aber eindrucksvoll soll es in Japan sein, wo es zahllose Kirschbäume gibt. Ja und überhaupt wären Ende letztes Jahr einige Flugmeilen verfallen, so dass ich gezwungen war, zu buchen. Ich schaute jeden Monat nach einem geeigneten Meilenschnäppchen und tatsächlich war ganz zum Schluss ein Gutes dabei: Osaka. Allein auf die Flüge freue ich mich schon sehr.
Jeder der vier Reisenden durfte ein Wunschziel einbringen. Ich musste eine Weile überlegen, wohin ich in Japan will. Schließlich sind die klassischen Ziele ohnehin von allen gewünscht. Wie durch Zufall lief ich am Klavier vorbei und las Yamaha. Dann begann ich zu begreifen. Der Hobel kommt aus Japan. Nun werden wir einen Zwischenstopp in Kakegawa machen und an einer Werksführung bei der Flügelherstellung teilnehmen.
Die Reiseplanung erfolgte im Wesentlichen in drei Treffen. Nachdem es mir gelang, in nahezu alle geliehenen Fahrzeuge einen Kratzer zu machen, werden wir dieses Mal mit dem Japan railpass unterwegs sein. D.h. wir fahren Zug, was in Japan auch sehr gut funktionieren soll. Übrigens wurde der Selbstbehalt wegen des Kratzers im Landcruiser auf Neuseeland von FTI erstattet. Deren Serviceversprechen hat Geltung. Dennoch macht Autofahren in Tokio vermutlich nicht besonders viel Spaß. Außerdem versteht man die Schriftzeichen auf den Parkanweisungen nicht, wenn man sie nicht gelernt hat. Wie bereits erwähnt dauerte die Reisevorbereitung nur drei Monate und nicht drei Jahre für einen Hochschulabschluss in japanischer Sprache.
Es gibt zahlreiche Gepflogenheiten, welche einem sicher neu sein werden. Kulturelle und kulinarische Unterschiede. Ob bei einer Teezeremonie oder beim Bad im Onsen. Der/Die/Das Onsen ist ein mit heißem Wasser gefüllter Pool. Bevor man es nackt betritt, muss man sich erst einmal in einer bestimmten Reihenfolge waschen. Tattooträger sind nicht gern‘ gesehen, weil man dort als Mitglied der Mafia angesehen wird. Soweit möglich soll es mit einem großen Pflaster abgedeckt werden.
Leider werden wir wohl keine Sumoringkämpfe besuchen können, weil die Saison nur drei Mal im Jahr läuft. Die nächste ist im Mai und für diese Reise also zu spät.
Bei den Vorbereitungstreffen schlug man schon manchem Esel seine Brücke. Mit Sprüchen wie „Nicht in den Onsen bronsen“ versuchen wir uns die Begriffe zu merken. Das Symbol für Männlein und Weiblein musste man sich aber bildlich einprägen. Das wird noch interessant, wenn man tatsächlich mal muss.
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