Dienstag, 17. April 2018
Harmony Plaza in Kakegawa – zu Besuch bei Yamaha
Morgens verließen wir in aller Ruhe die Wohnung. Vom Bahnhof in Kyoto machten wir uns auf in die Bergregion Hakone. Das ist vor den Toren Tokios. Auf der Fahrt dorthin stoppten wir für einen Besuch in der Flügelfabrik von Yamaha.
Es lief alles völlig entspannt. Wir hatten noch eine gute Stunde Zeit für ein Mittagessen. Doch vorher mussten wir unsere Reisetaschen und Koffer unterbringen. Die vorhandenen Schließfächer waren zu klein dafür. Wir schilderten das Problem einem Mitarbeiter am Bahnschalter. Dieser sprach kein Englisch und verstand die Situation zunächst falsch. Er zeigte uns den Aufbauplan eines Wagons des Schinkansen und deutete auf die Ablagemöglichkeiten. Wir verneinten. Dann verstand er, dass wir unser Gepäck kurz „parken“ wollten. Er stellte das „Schalter geschlossen“-Schild auf und kam zu uns raus. Er deutete, dass wir mitkommen sollen und führte uns zur Touristeninformation. Dort nahm man das Gepäck gegen kleines Entgelt an.
Ein Zug schoß durch den Bahnhof, so dass die Decke wackelte und die große Lampe. Man beruhigte uns mit den Worten: no earthquake, Schinkansen.
Mit dem Taxi fuhren wir dann zur Harmony Plaza. Die Dame, welche uns bereits vor Wochen den Termin für die Werksbesichtigung bestätigte, hieß uns sogleich am Empfangstresen willkommen. Unsere Rucksäcke konnten wir in einem Besprechungsraum deponieren.
Wir trauten unseren Augen kaum, aber auf Nachfrage bestätigte man uns, dass die Deutschlandflagge wegen uns vier Besuchern gehisst wurde.
Ja und wenige Minuten nach der Ankunft begann die Führung. In bestem Englisch wurde uns die Flügelproduktion nahegebracht. Von der Holzauswahl über das Einspielen und das viermalige Stimmen führte uns die junge Dame in einen Saal. Dort standen drei neue C6X Flügel. Wir sollten darauf spielen, denn jedes Instrument hat seine eigene Seele. Es stimmt, obwohl alle typengleich waren, konnten Unterschiede festgestellt werden. Danach wurde uns noch ein Film über den Konzern gezeigt und schon waren die 90 Minuten zu Ende. Es war ausgesprochen unterhaltsam und lehrreich und natürlich wieder ein Fest, die japanische Gastfreundschaft zu erleben.

Wir verbrachten noch etwas Zeit im Ausstellungsraum und dann kam auch schon das Taxi zum Bahnhof. Wir wurden ausführlich verabschiedet. Mit dem letzten Tageslicht kamen wir in Hakone an, wo wir wieder in einem Ryokan übernachteten. Mir wurde sogar der Koffer abgenommen und über Treppen bis in den dritten Stock getragen.
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