Dienstag, 10. April 2018

Osaka

Heute waren wir den ganzen Tag zu Fuß unterwegs. Nur selten benutzen wir das U-Bahnnetz. Die Tour begann in Viertel Umeda, wo ein abgespacetes Hochhaus steht. Es soll extraterrestrisch wirken und das Loch oben stellt ein weg geflogenes Raumschiff dar. Von oben hat man eine tolle Aussicht auf die Stadt. Architektonisch reizvoll ist auch das Gebäude, durch welches eine Straße führt. Viele Menschen auf wenig Fläche machen eben erfinderisch. Osaka hat 2,7 Millionen Einwohner. Später waren wir in einem modernen Einkaufscenter, in welchem auch das Panasonic-Center untergebracht ist. Ein Ort, an welchem Panasonic seine gesamte Palette an Haustechnik vom Geschirrspüler über Kameraüberwachung bis hin zum Klimagerät präsentiert. Alles außer Fernseh- und Mediengeräte. Ja sogar einen Aufzug gibt es. Dieser war so überzeugend, dass wir uns sagten. Hey, wir fahren wieder einen Stock nach oben. Kaum eingestiegen, drückte einer den Stockwerksknopf. Die Tür ging zu, nur er fuhr nicht los. Warum? Nun, es war lediglich das Modell eines Aufzugs, den man sich kaufen kann, allerdings ohne die Hauptfunktion – tolles Spielzeug! Allmählich plagte einen der Hunger, weshalb wir ins Szeneviertel Dontonburi fuhren. Dort gibt es einige Restaurants und Spielhöllen. Es war beinahe erschreckend, zu sehen wie sehr sich manche auf die Geräte einlassen. Ein beliebtes Gericht neben der Nudelsuppe Ramen ist eine Art großes Rösti mit dem Namen Okonomiyaki. Das gönnten wir uns an einem solchen Tisch, der mit Gas betrieben wird. Danach erkundeten wir noch die Gegend und schauten uns nach Mitbringseln um. Wir setzen die Fahrt zum Hafen fort, wo gerade ein Schiff ablegte. Dort steht auch ein bis vor wenigen Jahren rekordgroßes Riesenrad. Die anderen drehen eine Runde. Mir war es von der Zeit schon etwas zu dunkel. In der Kneipe am Abend wandten sich ein paar Japaner an uns mit der Frage, woher wir sind. Sie sprachen leichtes Englisch und konnten Guten Tag auf deutsch sagen. Eigentlich begann die Kommunikation damit, dass man uns erklärte, dass man für die Bestellung den Knopf am Kästchen drücken muss. Erst dann kam die Bedienung. Einer offenbarte uns seine Vorliebe für Löwenbräu Bier. Er ermuntere jemanden aus unserer Runde ein eiskaltes Kirin-Bier zu bestellen. Er wolle anstoßen. Das taten die dann auch mit lautstarkem Kanpai. Er empfahl uns auch Whiskey aus der Gegend um Kobe.

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