Freitag, 13. April 2018

Kyoto

Die Stadt, welche durch das gleichnamige Klimaschutzprotokoll bekannt ist, soll nun für fünf Nächte unsere Heimstatt sein. Wir haben uns in ein Apartment eingemietet. Der Vermieter und seine Freundin warteten bereits, als wir Abends von Miyajima über Hiroshima und Osaka gegen 19 Uhr ankamen. Wir wurden freundlich empfangen. Das Gepäck wurde uns abgenommen und dann durften wir unsere Schuhe ausziehen und in Hausschuhe treten. So ist das in Japan üblich. Es gibt sogar Toilettenschuhe, welche man nur im Klo trägt. Nachdem Japaner im Durchschnitt etwas kleiner sind als Europäer, schlugen wir uns in der Anfangszeit ständig den Kopf an irgendwelchen Durchgängen oder Türrahmen an. Von außen wirkt das Gebäude nicht einladend. Doch innen verkörpert es den klassischen japanischen Stil mit Futonbetten und einem Wohnzimmer, in dem es lediglich Kissen als Sessel gibt. Der erste Tag begann mit dem Besuch eines Bambuswaldes. Kyoto ist an solchen Orten mit Touristen gesäumt. Man wird quasi durch die Gassen geschoben. Anschließend ging es auf den Affenberg. Neben den vielen Affen sieht man von dort auch sehr schön auf die Stadt hinunter. Als dritte Station liefen wir den goldenen Tempel Kinkaku-ji an. Er ist mit Blattgold ummantelt. Es ist ein Relikt aus der Blütezeit Japans vor rund 500 Jahren. Auch hier darf man keine Menschenscheu haben. Am Ende des Tages fuhren wir auf den Kyoto-Turm, um von oben den Sonnenuntergang zu beobachten. Leider waren Wolken im Weg. Dennoch ist die Aussicht am Tag sehr schön.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen