Der Kontrast könnte größer nicht sein. Zuerst ein 25 Minuten Flug von Stuttgart nach Frankfurt und dann gute elf Stunden weiter nach Osaka. Im Land der aufgehenden Sonne scheint diese heute leider nur hinter den Wolken. Das wird wohl die kommenden zwei Tage auch so bleiben.
Die Einreise verlief problemlos. Nach dem Fieber messen, dem Abnehmen der Fingerabdrücke und eines Erinnerungsfotos für die Fahndung musste ich noch kurz die Daten mitteilen, woher ich komme und wohin ich gehe und dann durfte ich auf die anderen warten, weil sie offiziell eine Stunde später landen sollten.
Als wir alle vollständig waren, wurde erst einmal der Japan Railpass abgeholt. An Linksverkehr kann man sich gewöhnen, aber ohne entsprechende Schriftkenntnisse ist das fast unbedeutend.

Die Züge sind ein wahres Aushängeschild Japans. Sie sind pünktlich und halten zentimetergenau. Es wackelt auch fast gar nichts. Auffällig ist auch, dass es fast nirgends Kaugummis oder Dreck auf dem Boden gibt. Nach dem Mittagessen sind wir in einen Supermarkt und haben uns noch etwas süßes gekauft. Dann fiel mir ein, dass man in Japan nicht auf der Straße oder im Laufen essen soll. Die Kultur ist sehr prägend. D.h. die Japaner empfinden die Straße als das Wohnzimmer der Allgemeinheit. Zu Hause ist man am Tisch, also auch unterwegs. Von daher wird man schief angeguckt, wenn man nicht im Nahbereich des Supermarktes das Eis isst oder seine Cola trinkt.
Es fiel mir enorm schwer, mich wach zu halten. Im Laufen ging es. Unser Weg führte zur Osaka Burg. Es ist sehr windig und recht kühl.


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