Sonntag, 19. Februar 2017
Routeburn Track Tag 2 und der Weg zurück in die Zivilisation
Nach einer durchwachsenen Nacht wegen ständig aufblinkender Handydisplays als Taschenlampenersatz oder Reißverschlussgeräuschen, Geraschel und Schritten auf dem Holzboden setzen wir die Wanderung bei frischen 7 Grad Celsius fort. Schnarcher waren fast nicht zu hören. Der Himmel ganz früh war wieder wolkenfrei. Im waldigen Tal drang noch nicht viel Licht durch.
Leider habe ich meinen Hut verloren, was ich mit mehr Sonnencreme zu kompensieren versuchte – auch auf dem Hinterkopf. Der Aufstieg war wieder recht steil. Dafür belohnte uns der Blick auf das Hollyford-Tal. Ganz hinten sieht man das Meer.
Zwischendrin tankte ich Wasser an diesem Bach.
Der Weg, den man im Bild unten rechts sieht, führt zum Harris-Sattel, von wo aus man nochmal sportliche 250 Höhenmeter draufsatteln kann. Das taten wir auch. Man hatte eine schöne Rundumsicht, insbesondere auf den Harris-See, an dem die weitere Wanderung vorbei führte.
Von da an ging es bergab. Wir durchquerten ein langes Tal, in welchem die Sonne nur so runter stach und kein Wind ging. An einer Hütte angekommen, machten wir erst einmal ausgiebig Pause.
Der Weg führte an den Routeburn-Fällen entlang weiter nach unten zu unserer letzten Nächtigungsstätte in den neuseeländischen Alpen, der Routeburn flats Hutt.
Diese befindet sich unten am Fluss, quasi direkt gegenüber der anderen Seite des Waldkegels.
Über das Wochenende waren junge Familien mit Ihren Kindern auf die Hütte gekommen. Die Mütter brieten Speck zum Frühstück. Wir saßen mit unseren Brötchen, Riegeln und Vitaminsäften da und schworen uns nach der Ankunft in der Stadt in ein ordentliches Restaurant zu gehen.
Das mit der car relocation klappte ganz gut. Der Wagen stand wie vereinbart getankt da und wir fuhren nach Queenstown.
Ich bin stolz auf uns. Wer hätte gedacht, dass man ohne vorheriges Training so großartige Erlebnisse haben kann und sich vollständig aus der klassischen Gesellschaft in die Natur zurückziehen kann.
Weil wir vor der Checkin-Zeit im Copthorne Lakefront Resort ankamen, gingen wir noch lecker Mittagessen im Grillrestaurant Coalfire, uneingeschränkt empfehlenswert.
Danach galt es Postkarten zu schreiben, einzukaufen und wir legten den ersten Waschtag ein. Mit dem gesparten Geld durch den Verzicht auf den Laundry-Service und dem selber Waschen, gab es ein leckeres Eis. Die zwei Kugeln kosteten tatsächlich sieben Neuseeland-Dollar, also fünf Euro. Dafür hatte jede Kugel fast zehn Zentimeter Durchmesser. Ich finde, das waren gut angelegte sieben Dollar.
Morgen geht es weiter zum Mount Cook, dem höchsten Berg Neuseelands.
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