Freitag, 21. Juli 2023
Portugal - der Norden
Es ist fast zwanzig Jahre her, dass meine Nachbarn Ihren Sommerurlaub an der Algarve verbrachten. Das ein oder andere mal war auch ich mit dabei. Der südliche Teil des Landes ist mir also vertraut. Nicht hingegen der Norden. Und so kam es, dass die mitreisende Person und ich uns dieses Jahr für einen Atlantikurlaub in wärmeren Gefilden entschieden (letztes Jahr in Irland war es nicht wirklich kalt). Ich freue mich sehr darüber, dass dieser Urlaub zustande kam, denn das allgemeine Leben läuft bei uns beiden weiter. Diese Momente sind also wertvoll.
Ich startete ganz öko mit dem Bus zu Hause, nahm den Anschlusszug nach Bad Cannstatt, um dort mit der S2 zum Flughafen zu fahren. Zwar war die Freude groß, dass die S2 beim Einfahren bereits da stand, aber nicht mehr als sie unmittelbar danach los fuhr. Es dämmerte mir, dass die Fahrzeiten der VVS-App mit den echten baustellenbedingten Fahrzeiten nicht synchron laufen. Ich kam dennoch halbwegs pünktlich am Flughafen an. Am Vormittag unter der Woche außerhalb der Ferienzeit lief alles wie geschmiert. Im Flieger war ich kurz eingedöst. Nachdem ich wieder wach war, sagte ich: Hey in einer halben Stunde landen wir. Ich wurde korrigiert. Portugal hat eine Stunde Zeitverschiebung zu uns. Mit ein paar Kreuzworträtseln der mitreisenden Person verging es dann doch recht schnell. Es waren jedoch österreichische, weil die Person in der Woche davor eine Hüttentour in den Alpen machte. Von daher musste man schon ein wenig fit sein in der Sprache: Brettel statt Ski...
Angekommen in Porto hatte es angenehme 23 Grad Celsius am Flughafen. Später in der Stadt 25. Wir taten uns ein wenig schwer mit dem Ticketautomat der S-Bahn. Die drei Städte, die wir besuchen wollen (Porto, Coimbra und Lissabon) sind mit der Bahn gut erschlossen, weshalb wi immer bahnhofsnah unsere Quartiere buchten. Das Apartment in Porto hat eine Toplage. Leider ist es doch recht eng geschnitten.
Nach dem Bezug erkundeten wir die Stadt, aßen ein Eis und begaben uns zum „Hafenbereich“. Dort herrschte touristischer Trubel. Dennoch waren auch einheimische Kinder dort. Sie badeten im Wasser und sprangen von einer Rampe seitlich hinein. Merkwürdig wurde es später. In Porto kann man wie bei uns e-Scooter leihen. Drei Jungs taten das auch. Nur fuhren sie damit die Bootsrampe hinab ins Wasser. Noch doller wurde es später, weil sie bewusst zur Seite lenkten und die Teile im Wasser versenkten. Wir konnten unseren Augen nicht glauben, aber so war es. Die müssen defekt gewesen sein, sonst rollen die doch gar nicht!? Generell scheinen die Jugendlichen hier recht furchtlos zu sein. Trotz regem Ausflugsbootvekehr stellten die sich auf das Geländer der Fußgängerbrücke und sprangen ins Wasser.
Die Bücke hatte eine Durchfahrthöhe von 9,4 Meter. Bei Niedrigwasser noch mehr und vom Geländer auch nochmal. Von den sechs Jungs, die nach einander sprangen, bekreuzigte sich der letzte.
Auf der anderen Seite der Brücke gibt es verschiedene Portweingeschäfte und auch ein Laden mit Fischkonserven. Eine Mischung aus Disney und Europapark war das. Die Fischdosen gab es mit Sonderprägungen mit Geburtsjahren oder hübschen Dekoren. An der Promenade gab es einen Krämermarkt. Das Festas de st.a marinha. Dort gab es Musik und touristische Erinnerungsstücke. Nach dem Abendessen in einem heimischen Lokal waren wir kurz einkaufen und begaben uns dann ins Apartment.
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