Dienstag, 25. Juli 2023

Der letzte Tag in Lissabon

Es war gar nicht mehr so viel übrig, das wir ansehen könnten.
Außer den Museen. Im Wesentlichen waren es drei Dinge. Die Statue Christo Rei, die Brücke de 25 Abril und den Hafenwehrturm im Stadtteil Belem. Alles gar nicht so sehr weit auseinandern, dennoch gibt es keine sie verbindende öffentliche Linie. Es begann im Hafen, um auf die andere Seite des Tejo zu gelangen. Wir benutzten die Fähre. Drüben angekommen gibt es ein altes U-Boot und weiter draußen ein Militärhafen. Richtig schön ist es dort nicht, insbesondere wenn man den Fußweg entlang des Tejos nimmt und zur Statue laufen will. Wir taten das und es ist wirklich wahr. Man läuft eine von Graffitis übersähte Lagerhausfassade entlang. Teilweise nur zwei Meter breit. Hin und wieder steht ein Alter Mann am Rand mit einer Angel. Es war sehr trostlos und in der Nacht wäre es furchteinflösend gewesen. Nach ca. einem Kilometer kommt man an einem surreal gepflegten Ort an. Eine Gaststätte und daneben eine parkähnliche Gartenanlage, aus der ein 25 Meter hoher freistehender Aufzugturm herauf ragt. Mit diesem kommt man in den Stadtteil, in dem die Statue steht. Der Aufzug war personenbedient. D.h. es stand eine Frau eines privaten Wachdiensts drin, die die Passanten kostenlos hoch und runter fuhr. Private Wachleute gibt es hier in jedem Supermarkt, Museum, etc.. Oben angekommen liefen wir den letzten Kilometer zur Statue.
Ein schöner Anblick schon aus der Ferne. Am Eingang standen ein paar Ordensschwester und winkten zur Begrüßung. Viele christliche Jugendgruppen sind in der Stadt. Anfang August kommt der Papst wegen des Jugendtages. Oben angekommen muss man noch ein paar Treppen laufen, aber dann hat man wohl den besten Blick auf die Brücke und die Stadt. Nach dem Besuch wollten wir weiter nach Belem. Allerdings fuhr der Bus nur zum Ausgangshafen zurück. Das war wieder ein Fall für eine Bolt-Fahrt. Für schlappe acht Euro inkl. der zwei Euro für die 2,3 km lange Brücke brachte uns ein Fahrer gut klimatisiert und sehr eilig ans Ziel. Auf dem Weg zur Brücke benutzte er die leere Busspur.
Dort waren 40 km/h erlaubt. Er bretterte mit 80 km/h. Egal, dann waren wir also in Belem. Wegen der langen Schlange ließen wir die Innenbesichtigung des Wehrturms ausfallen.
In der starken Sonne wollten wir nicht warten. Wir gingen weiter zum Denkmal des Entdecker. Von dort weiter zum Kulturzentrum Belem, das sehenswert ist. Neben großen Sälen bietet es ein Museum für moderne Kunst und einen Dachgarten mit Olivenbäumen. Darunter standen Liegestühle und Sitzsäcke. Es war die Aufforderung an uns für eine ausgiebige Siesta. Und wie bestellt, lief dann auch noch vor unseren Augen die AIDA aus.
Wenig später liefen wir am Kloster des Hyronimus vorbei zum Bahnhof.
Abends kehrten wir beim Inder ein. Dessen Teller gefielen mir schon beim Vorbeilaufen an den Tagen davor. Es war zwar nicht portugiesisch, aber dennoch sehr lecker.

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