Montag, 24. Juli 2023

Sintra

Ein kleines Städtchen ca. eine Zugstunde vor den Toren Lissabons ist Sintra. Im Wesentlichen ist es bekannt für sein Schloß Pena.
Dieses steht in mitten einer großzügigen, aber sehr bergigen Parkanlage. Es wird auch das portugiesische Neuschwanstein genannt. Zug fahren in Portugal funktioniert einfach und günstig. Für Hin- und Rückfahrt zahlte man lediglich sechs Euro und fünfzig Cent. Um von Sintra auf die Schlösser und Burgen zu gelangen, muss man entweder eine knappe Stunde bergauf laufen oder man nimmt wie empfohlen den Bus. In mehreren Reiseführern wird man darauf aufmerksam gemacht, dass die TukTuk-Fahrer vor Ort überzogene Preisvorstellungen hätten. Das stimmt nur teilweise. Wir wären wohl nicht teurer weg gekommen, wenn wir einen privaten Fahrdienst in Anspruch genommen hätten. Diese gibt es auch in Lissabon zu Hauf. Bei der Talfahrt mussten wir aber feststellen, dass es ohne die Privaten nicht geht. Nach etwas Warten kam unser Bus. Er war jedoch gut voll. Wir passten gerade noch rein. Die nach uns Wartenden wurden abgewiesen. Was hilft also das Ticket, wenn man es nicht nutzen kann. Im Allgemeinen ist es sehr anstrengend in Portugal, dass man überall als potenzieller Kunde angequatscht wird. Bei jeder Außenbewirtschaftung heißt: Hey, have a look on our menu. Und so war es auch mit den Fahrdiensten: Hi, i have two seats in my car left. You need to go to the village? Die Masse an Touristen wäre ohne diese Zusatzfahrdienste nicht zu stemmen, wobei man sich fragt, ob es mit zwei Bussen mehr und einer gesperrten Strecke nicht auch ginge. Leider hatten wir für das Schloß Pena erst Tickets um 13 Uhr bekommen. Das war nicht schlimm, dann konnten wir das nahegelegene Fort Mourrho besichtigen.
Es war eine Festung der Muslime im 10. Jahrhundert. Oben bließ der Wind vom Atlantik ordentlich rein. Wir mussten trotz der Sonne Jacken anziehen und die Mützen festhalten. Am faszinierendsten fand ich dort ein Ausstellungsstück, nämlich einen Würfel aus Knochen. Der könnte ohne große Auffälligkeiten in einer heutigen Spielekiste liegen. Die Zahlendarstellung, einfach alles wie man es kennt. Im Tal konnte man den Palaccio Nacional sehen. Das Schloß Pena spricht für sich. Sein Prunk ist absolut sehenswert.
Abends aßen wir Ramen, also japanische Nudelsuppe. Leider stimmte dieses Mal die Empfehlungsrate im Internet nicht mit der Realität überein. Es gab noch einen weiteren Negativrekord. Heute wurde ich zwei Mal auf den Kauf von Drogen angesprochen. Schön war jedoch ein Abendspaziergang am Tejo, dem Meerzugang entlang. Es waren viele Segelboote unterwegs und am Kai hatte die AIDA stella festgemacht.

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