Mittwoch, 27. Juli 2022
Von Kylemore nach Tullamore
Eine gute Stunde Fahrzeit von Galway entfernt liegt mitten in schönster und wilder Natur das Kloster Kylemore. Benediktinernonnen leben dort. Wir waren mit die ersten Besucher des Tages. Nach der Besichtigung ging es weiter zur dazugehörigen Kirche und zu einem Wunschstein, der ironing stone heißt, weil er aussieht wie ein Bügeleisen. Wer drei kleine Steinchen rückwärts über seine Schulter wirft, hat einen Wunsch frei. Für Geld würde es aber nicht funktionieren. Die letzte Station war der Garten, in dem Zierpflanzen und Nahrungsmittel angebaut werden. Bevor wir aufbrachen, vesperten wir. Dabei konnten wir zusehen wie nach und nach immer mehr Besucher in die Anlage strömten.
Es folgte die längste gefahrene Etappe der Reise. Vom Kloster nach Tullamore waren es fast 200 Kilometer. Warum Tullamore? Na wegen des Whiskeys. Die Führung mit Probe dauerte fast zwei Stunden und war sehr spannend. Man wird mit einem irish coffee begrüßt und nebenbei in die Herstellung des Whiskeys eingeführt. Whiskey aus Irland schreibt man übrigens mit „e“. Eine Remineszenz auf Eire, also Irland auf gälisch. Zur schnelleren Wiedererkennung wurden irische Whiskeys früher mit grünen Etiketten versehen. Alles war mega professionell aufgezogen. Die Emotionalisierung der Geschichte, das Hervorheben der Tradition und der lokalen Produktion gelang bestens. Ich tat gut daran, bereits zu Hause das Standardprodukt aus dem Hause gekauft zu haben. Statt 29 Euro im Fabrikladen, habe ich im Kaufland nur 12 Euro gezahlt. Jede der Distillen aus Kupfer kostete 5 Millionen Euro.
Morgen ist die erste Übernachtung inklusive Frühstück. Ich bin gespannt, ob es gesünder sein wird als unsere Abendessen in den Pubs. Die sind regelmäßig lecker, aber eher fettreich und gehaltvoll.
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