Samstag, 30. Juli 2022
Die Rückreise
Tatsächlich war dies die erste Reise, welche ich mit Ausnahme der Flüge vollständig mit dem öffentlichen Nahverkehr gemacht habe. Von der Haustür weg mit dem Bus und wieder zurück. Es hat erstaunlich gut funktioniert. Doppeltes Glück hatten wir mit der Zugfahrt von Frankfurt nach Stuttgart. Zwei Tage vor Abreise gab es eine große Oberleitungsstörung in Mannheim und einen Tag vor dem Abflug streikte das Bodenpersonal in Frankfurt. Beides hatte keine Auswirkungen auf die Pünktlichkeit. Doch taten wir gut daran, zwischen dem Flug und der Zugfahrt zwei Stunden Umsteigezeit einzuplanen. Allein der Flug hatte vierzig Minuten Verspätung. Nach der Landung war Konsens, ein spätes Mittagessen bei McDonald's einzunehmen. Bedauerlicherweise hatte man meine Bestellung verschwitzt, so dass ich es nach zwanzig minütiger Wartezeit und zwei Mal nachfragen als Mitnahmeessen in der Tüte bekam. Bei der ersten Nachfrage am sehr hektischen Ausgabeschalter meinte man zu mir. Ich solle warten, in einer Minute kommt das essen. Der hat vermutlich die Nummer nicht richtig gelesen oder zugehört, dass ich schon 15 Minuten wartete. Dann stellte ich mich beim Bestellschalter an und forderte die Dame auf, mir meine Bestellung zu stornieren und das Geld zurück zu überweisen. Auf einmal sprachen beide miteinander und in Windeseile erhielt ich meine Bestellung. Die Pommes verschlang noch in Zeitnot vor der Zugfahrt. Den kalten Burger in Stuttgart während der Wartezeit auf den Anschlusszug. Nicht besonders gesund, diese Form der Ernährung.
Wie war es in Irland?
Mir hat es gut gefallen. Die Menschen sind freundlich, entspannt und kreativ.
Das Essen begründet die stattliche Form der Menschen dort. Es ist halt alles fettig und die Bandbreite an Varianten empfand ich als eingeschränkt. 2013 bloggte ich, dass in den USA jeder zweite tätowiert ist. Bald haben wir das auch erreicht. In Irland laufen die Damen fast ausnahmslos mit falschen Wimpern herum. Ich fürchte, das wird sich bei uns schneller durchsetzen. Immerhin ist es reversibel.
Interessant war der Umgang mit der Pandemie. In allen Verkehrsmitteln, die aus Deutschland heraus führten oder herein gingen, wurde konsequent Maske getragen. Nachdem die aber viel weniger Menschen sind und erheblich mehr Abstand zwischen sich haben, verwundert es wenig. Bei uns ist das anders: wir müssen mehr aufeinander achten.
Jedenfalls betreiben sie mehr Aufwand bezüglich des Bewerbens von Hygiene. Der Mietwagen hatte einen Siegelaufkleber an der Tür, dass der Wagen desinfiziert wurde. Die Fernbedienungen in Hotels steckten in einer Plastikhülle, auf der stand "sanitized" zu lesen. Ein absoluter Irrsinn, wieso so viel Müll produziert werden muss.
Das Wetter war eher kühl mit Regentendenz. Toll war die lange Tageslichtdauer. Man kann den Tag einfach länger nutzen.
Was micht nervte sind die Wasserhähne. Einer für warmes und einer für kaltes Wasser. Mischen kann man es nur im Waschbecken.
Ansonsten ist es beeindruckend, ein Land mit Orten zu besuchen, an welchen bereits vor tausenden Jahren Menschen lebten.
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