Mittwoch, 27. Juli 2022
Die letzten Meter nach Dublin
Das Frühstück im Sea Dew B&B in Tullamore ist fantastisch. Es gibt ein kleines Selbstbedienungsbuffett. Der Rest wird auf Bestellung frisch in der Küche zubereitet. Ich genoss erstmal ein oat meal, also eine Art Haferbrei. Danach gab es poached eggs, die aussahen wie aus dem Lehrbuch. Auf diese Weise gestärkt begaben wir uns auf die einstündige Fahrt zurr Abgabe des Mietwagens. Schnell noch tanken und dann hat uns die nette Dame den Wagen wieder abgenommen. Der Sensationsverbrauch hatte mit einem Rechenfehler zu tun. Anstatt bitischer Gallonen rechnete ich mit US-Gallonen. Also tatsächlich verrschlang der Monstermotor satte 4,4 Liter auf hundert Kilometer. Immer noch ganz gut.
Der Weg ins Hotel dauerte dann doch etwas länger, weil der Busfahrer der von uns beabsichtigten Linie meinte, wir sollen den grünen Bus nehmen. Der kam halt wesentlich später. Ein gutes hatte es: wir konnten gleich im Hotel einchecken.
Von Dublin darf man nicht zu viel erwarten. Wenn man keine Museen anschaut, ist es relativ schnell besucht. Die Harfenbrücke, die 120 Meter hohe Säule "the spire" und die Einkaufs- bzw. Ausgehstraßen.
Das Stadtschloss und naja, das trinity college Dublin. Letzteres fällt mir als Deutschen etwas negativ auf. Zwar hat diese Insitution Nobelpreisträger vorgebracht. Allerdings muss man, wenn man etwas sehen möchte, dafür zahlen. Die alte Bibliothek oder eine online Führung; für alles muss man Geld bezahlen. Außer der Spaziergang um die Gebäude herum, der ist kostenlos. Das ist bei unseren Universitäten anderrs. Die sind weitestgehend offen für alle und nur schauen kostet auch nichts.
Das letzte Abendessen war in einem irischen Restaurant, bei dessen Aufenthalt mit jeder Minute die Bedienung schlechter wurde. Zuerst bekamen wir einen schönen Platz am Fenster. Es war noch recht leer. Das Essen folgte wenig später. Leider nur von durchschnittlicher Qualität. Irgendwann fragte der Kellner, ob wir noch etwas bestellen wollten. Das verneinten wir. Eine Minute später kam die Chefkellnerin und der Kellner. In etwas Abstand zu uns fragte sie den Kellner: Have they finished? Er bejahte. Sie meinte dann: bring them the bill. Etwas freundlicher hätte die Verabschiedung durchaus sein dürfen. Als wir das Lokal verlassen hatten, kam wohl das Zeichen des Himmels dazu. Zwischen uns kackte eine Möwe hernieder. Es war das "irish luck", dass wir nicht direkt getroffen wurden. Ich meinte, dass jetzt die Zeit gekommen ist, um zu gehen.
Hoffentlich haben wir morgen mit dem Rückflug genauso viel Glück. Denn heute streikte das Bodenpersonal der Lufthansa in Frankfurt. Tatsächlich fliegen wir über Frankfurt.
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