Montag, 20. April 2015

Monkey Mia

Vor der Ankunft in Monkey Mia musste Neil einen platten Reifen flicken. Ich rechnete eigentlich schon früher damit. Wir übernachteten in Denham. Die deutschen Mädels füllten den Kanadier ganz schön ab (acht Bier). Er kam erst spät zum Frühstück. Die letzte gemeinsame Fahrt führte uns in den Francois-Péron-Nationalpark. Die Gegend wird auch als Shark Bay bezeichnet; tatsächlich geht es aber um Delfine. Seit Jahrzehnten kommen diese vormittags ins flache Wasser am Strand. Dort werden sie gefüttert. Um 9 Uhr fuhr der Großteil weiter Richtung Exmouth. Wir sind 5 Rückfahrer nach Perth. Eine Deutsche, die deutschstämmige Australierin mit Sohn, die Singapurin? und ich. Eine kurze Verabschiedung und die Gruppe fuhr weiter. Wir fünf teilten uns ebenfalls. Außer mir gingen alle auf eine Katamaranfahrt mit, um die Tierwelt und Buchten besser kennen zu lernen. In der Zwischenzeit lief ich am Strand entlang. Nachdem es am Morgen mit der Delfinfütterung nicht klappte, konnte ich das Spektakel später genießen. Danach sah ich vom Steg aus eine Schildkröte und im flachen Wasser wärmte sich ein Stachelrochen. Bevor die anderen von der Fahrt zurück kamen, setzte ich mich in einen Liegestuhl und schrieb diese Zeilen. Um 14 statt um 13 Uhr war der Katamaran zurück. Wir aßen gemeinsam im Strandhaus zu Mittag. Um 16 Uhr kam der andere Bus. Dieses Mal fuhr der Betreiber der Gesellschaft Terry. Sogar seine Frau Tricia war dabei. Im Hostel kochte er uns Abends ein vorzügliches Abendessen Roasted Chicken mit Gravy-Sauce, Erbsen, Maiskolben und Kartoffeln. Zuvor gingen wir in Denham in eine Bar. Es war ein ziemlich einzigartiges Erlebnis von der Bar über die Billardtische hinweg auf den Strand und das Meer zu blicken. Nach einer ruhigen Nacht fuhren wir um 7:30 Uhr ab. Bereits nach kurzer Zeit machten wir einen Halt am eagles bluff, einem Aussichtspunkt, der es einem erlaubt die Unterwasserwelt zu sehen. Z.B. sahen wir dem Namen der Shark Bay entsprechend zwei Haie. Einer jagte sogar. Es ist eine lange Fahrt gut 800 Kilometer sind es nach Perth. Glücklicherweise haben wir viel Platz. T and T sind hervorragende Gastgeber. Umsichtig und freundlich erleichtern sie die Reise.Im Bus läuft triple six AM classic hits und die Landschaft zieht vorbei wie auch mancher Roadtrain, also LKWs mit Überlänge oder mehreren Anhängern. Von der Hauptgruppe, die nach Exmouth weiterfuhr hörten wir, dass das Wetter im Norden nachlasse. Die Übernachtung auf einer großen Schaffarm mit Marshmallowsgrillen am Lagerfeuer war wohl etwas kühl. Aufgrund des starken Windes haben sie am Sonntag wohl auch nicht mit den Walhaien schwimmen können. So schön die Rundreise war, bin ich doch froh, wieder in Perth zu sein. Der indische Ozean zieht mich magisch an. Sein intensives Blau und die schiere Weite beeindrucken mich. Die Briten haben wohl eine der schönsten "Kolonien" weltweit. Tricia erzählte, dass sia als Kind mit Ihrer Familie nach dem 2. Weltkrieg hierher kam. Großbritannien hat damals ein Programm gegen die dünne Besiedlung nach dem Krieg aufgelegt. Für 10 Pfund konnte ein Erwachsener damals inklusive Fahrt umsiedeln. I come from a land down under Der Weg nach Hause wird lang. Perth verabschiedete mich bei bestem Wetter. Hätte ich den Sonntag zur freien Verfügung gehabt, so wäre ich gleich nochmal an den Stadtstrand Cotteloe beach zum Baden gefahren. Am Samstag war ich dort bei 27 Grad Celsius und angenehm erfrischendem Wasser. Zum Trocknen lief ich den Strand entlang. Dabei konnte ich Essendüfte von einer picknickenden Familie wahrnehmen: fish and chips. Da bekam ich ebenfalls Hunger. Ich zog mich im Badehaus um und holte mir das gleiche ungesunde Zeug. Salz und Essig drüber, fertig. Es schmeckt, aber danach fühle ich mich immer übervoll. Auf dem Rückweg in die Innenstadt läuft man Richtung Cotteloe Station an einem Golfplatz und mehreren Ferienhäusern vorbei. Perth ist kein armes Pflaster und dennoch kam es mir selten richtig teuer vor. Ich unterbrach die Rückfahrt auf halben Weg an der Claremont Station. Bereits auf der Hinfahrt sah ich dort ein schickes Einkaufscenter. Ich kaufte Cadbury brunch roasted coconut bars, also Müsliriegel. Vormittags kaufte ich eine Dekoration für's Büro. Ein Verkehrsschild, das vor Kängurus warnt. Am Sonntag ging ich noch ein letztes Mal in der zum Schwesterhotel gehördenden Bohème Bar frühstücken. Beim letzten check-in bot man mir sehr günstig Frühstücksgutscheine an. Da schlug ich gleich zu. Insgesamt hatte ich auf der Reise fast immer den Eindruck, als hätte man mich hier erwartet. Als ich im Bus zum Flughafen mein Ticket zahlen wollte, sagte die Fahrerin, sie habe gerade kein Wechselgeld, ich solle so mitfahren. Das tat ich auch, aber alle später zugestiegenen Gäste zahlten dennoch. Nun ja, beim Aussteigen bedankte ich mich gleich nochmal. Bei so viel übrigem Bargeld muss ich notwendigerweise wieder kommen. Etwas skeptischer wurde ich beim check-in nach Phuket. Anstatt eines durchgehenden Tickets erhielt ich nur ein einfaches. D.h. ich durfte nach dem Flug erneut einchecken. Trotzdem verlief alles gut.

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