Freitag, 12. September 2014
Ljubljana und die Heimfahrt
Am Mittwoch besuchten wir noch einmal die Plitvicer Seen. Dieses Mal hatten wir das Wetter nicht auf unserer Seite. Zu Beginn nieselte es leicht. Später schüttete es wie aus Eimern und die Sicht wurde immer schlechter. Manche Strecken werden im Park mit einer Art Bus bedient, so dass wir uns sagten, wir laufen zu Station 2, um von dort aus zur Station 1 zu fahren. Mittendrin war eine Schutzhütte, wo wir uns unterstellten. Es regnete und regnete, dennoch setzten wir unseren Weg fort. Kurz vor Station 2 begegneten wir einem Franzosen, der uns fragte, wie er zum Bus käme. Wir erklärten es ihm und er lief mit. Im Gespräch stellte sich heraus, dass er einen Spirituosenhandel betreibe, mit dem er hauptsächlich Vodka vertreibe. Er richte auch Parties aus und sorge dafür, dass genug getrunken werde. Mit seinen Erzählungen war der Weg schnell bewältigt. Nach der Rückfahrt mit dem Bus liefen wir zum Parkplatz zurück und setzten - leider völlig durchnässt - unsere Fahrt nach Ljubljana fort.
Beim Blick aus dem Fenster merkte man sehr deutlich, dass Slowenien von der Entwicklung geschätzte 15 Jahre weiter ist als Kroatien. Ich hoffe, dass die Aufnahme Kroatiens in die EU dem Land einen solchen Entwicklungsschub bringen wird.
Während ich gestern den Blog schrieb, suchten die anderen eine geeignete Unterkunft über das Internet. Und ich muss sagen, dass es gut gelungen ist. Für gerade mal 100 Euro übernachteten wir in einer top ausgestatteten maisonetteartigen Wohnung –800 Meter von der Altstadt entfernt, mit Parkplatz.
Wir aßen in einer von trip-Advisor mit gut bewerteten Gaststätte, die noch fünf weitere Ableger in Slowenien hat. Sie heißt „Das ist Valter“. Die Preise sind ausgesprochen billig. Doch ich finde, es ist alles nur für den einfachen Geschmack, mit Ausnahme des vermutlich selbst gemachten Brotes.
Ljubljana selbst erinnert ein wenig an ein kleines Prag. Der Altstadtkern ist weitläufig und am Fuße einer Burg gelegen.
Auf der Heimfahrt machten wir eine längere Rast im österreichischen Hallein. Die Maßgabe war, Kaiserschmarrn zu essen. Aber ist es zu fassen: Wir klapperten fast alle Gaststätten, Cafés und Bäckereien der Altstadt ab. Doch auf keiner der Speisekarten war Kaiserschmarrn zu finden. In meinem nächsten Leben werde ich in Hallein eine Gaststätte aufmachen, in der es nur Mehlspeisen geben wird, inklusive eines Kaiserschmarrn drive-through. Ich sollte zu Hause dringend mal den Test machen, ob es eine Gaststätte gibt, die Maultaschen anbietet...
Zu guter Letzt möchte ich uns als Reisegruppe danken! Wir hatten eine tolle Seemannschaft. Bereits am ersten Tag an Bord konnte man das am An- und Ablegen feststellen. Eine Hand half der anderen. Kochen, Spülen, etc. nichts sorgte für Verdruss. Vor allem freut mich, dass die Stimmung trotz des Starkwinds nicht kippte, sondern gemeinsam ein Maximum aus den natürlichen Gegebenheiten herausgeholt wurde.
Vier Menschen haben vier verschiedene Interessen und dennoch ist es uns gelungen, die gemeinsame Zeit harmonisch zu gestalten. Ich fand es ausgesprochen schön und enorm abwechslungsreich. Ja selbst das Auto wurde pfleglich behandelt und kam ohne Kratzer wieder zurück. Ich freue mich schon auf das Nachtreffen und möglicherweise auch auf eine nächste gemeinsame Reise.
Danke auch an Dich als Leserin/Leser! Wenn ich das nächste Mal urlaube, werde ich das bestimmt wieder hier schreiben.
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