Dienstag, 2. September 2014

Bora, Bora und andere Dinge

Der Name ist zwar etwas irreführend, aber wenn Du anstatt USA-Sommertour 2013 "Kroatien 2014" liest, weißt Du, worum es geht. Was mich seit einigen Tagen beschäftigt ist die Wetterprognose. In Kroatien gibt es ein Windphänomen namens Bora. Wenn diese Wetterlage vorherrscht, ist es für das Segeln nicht von Vorteil, weil der Wind zu stark wird. Und so schaute ich immer wieder im Vorfeld dieser Reise, was das Wetter machen wird. Aber der Reihe nach. Am Samstag begab sich die Crew von Ebersbach aus auf Reisen. Die kroatische Insel Krk ist das Ziel. Dort ist ein großer Segelhafen. Bereits im November 2013 habe ich dort eine Bavaria 37 Cruiser gechartert. Und diese wurde nun übernommen. Ein schönes Schiff, auch wenn es nicht in allen Angelegenheiten als Ideal zu bezeichnen ist. Für Sonntag war die Vorhersage gut. D.h. es war nur leichter Wind vorhergesagt und Sonnenschein. So kam es dann auch. Kaum waren wir aus dem Hafen heraus, hissten wir die Segel und machten uns auf den Weg nach Rab, die Stadt auf der Insel Rab. Eine halbe Stunde später schlief der Wind ein, so dass wir motoren mussten. Der Weg führte uns in die Bucht Uvala Planka. Das war eine von wenigen sandigen Buchten in Kroatien. Mitunter ein Grund, weshalb der Anker sehr schnell griff und wir einen guten Platz inmitten von ca. sieben Motorbooten fanden. Aufgrund des höheren Tiefgangs unseres Bootes fuhren wir nicht ganz so weit hinein. An der Stelle waren es knapp vier Meter Wassertiefe. Dort entstanden die folgenden Aufnahmen. Was hier aussieht wie ein künstlich angelegter Pool, ist tatsächlich der Blick von der Badeplattform in die Bucht hinein. Von dort war es noch eine gute ¾ Stunde Fahrt nach Rab. Die Hafeneinfahrt ist sehr malerisch. Rab wurde im ersten Jahrhundert vor Christi Geburt als römisches Municipium gegründet. Nach einen kurzen Stadtrundgang und einem leckeren Abendessen in einer Tapas-Bar ließen wir den Tag an Deck ausklingen. Für die nächsten Tage war Bora angesagt. Ein heftiger Starkwind, welcher mit kräftigen Böen das Segeln schwierig oder für uns Hobbysegler unmöglich macht. Aus diesem Grund verbrachten wir den gesamten Montag im Hafen. Der/Die Bora setzte bereits in der Nacht ein, weshalb aufgrund der Geräuschkulisse an Schlaf nicht zu denken war.

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