Dienstag, 2. September 2014
Die Rakete ist gestartet, aber die zweite Stufe hat nicht gezündet
Dieses Zitat stammt von Rolf, einem Immobilienmakler aus NRW. Er liegt wie wir zwischenzeitlich den zweiten Tag im Hafen von Rab, weil der Wind zu stark ist, um „raus“ zu gehen. Es sind viele Deutsche hier und so bekommt der Aufenthalt etwas von Wassercamping. Abends kam er ohne seine Frau zu uns aufs Boot mit einer Flasche Wein und jeder Menge Geschichten. Mit dem Zitat meinte er die Entwicklung des Wetters. Am Sonntag war es bombastisch und für den Rest der Woche soll es wenig sonnig und fast nur windig werden.
Was tut man alles an einem Hafentag? Nun man versucht, etwas länger zu schlafen und dann geht man einkaufen, schreibt den Blog, schreibt Postkarten und testet auch mal das Beiboot bzw. dessen Außenborder.
Am Dienstag begannen wir wieder mit dem Harren auf die Dinge bzw. Winde, die da kommen. Und es blies ganz ordentlich. Also verlängerten wir unseren Liegeplatz um eine weitere Nacht. Sodann wurde es sportlich. Wir erklommen zu Fuß den höchsten Berg der Insel, den 408 Meter hohen Kamenjak.
Das dauert knapp vier Stunden, lohnt sich aber. Das dachten sich auch einige andere.
Das Hosenbein verdeutlicht, dass es etwas windet.

Von oben hat man einen wirklich großartigen Rundumblick. Im Bild ist die Stadt Rab mit dem Hafen zu sehen, in welchem wir festgemacht haben.
Am spannendesten war der Blick hinunter in den Velebitkanal. Dort weht der/die Bora am heftigsten. Die am Festland verlaufende Küstenstraße wird gelegentlich gesperrt wegen des Windes.
An dieser Stelle möchte ich das gute Funktionieren der Crew erwähnen. Trotz diverser Herausforderungen (Wetter, geringer Platz, W-LAN, Tausch der Gasflasche, etc.) ist die Stimmung gut. Beschlüsse werden gemeinschaftlich gefasst und umgesetzt. Dennoch bekommt jeder den nötigen Freiraum, um dem Lagerkoller zu entgehen. Ein Beispiel dafür ist das Einkaufen mit dem Dinghi, obwohl der Weg um den Hafen herum zu Fuß nur 100 Meter länger wäre.
Der nächste gemeinschaftliche Beschluss war das Abendessen. In diesem Sinne guten Appetit.
Wetter hin oder her, heute setzen wir über nach Mali Losinj.
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