Donnerstag, 4. September 2014
Der vorletzte Tag an Bord
Heute starteten wir aufgrund der Gewissheit, eine Strecke von 33 Seemeilen bewältigen zu müssen, recht früh. Um halb zehn legten wir in Mali Losinj ab. Das Ziel war Cres. Wir vertrauten dem Wetterbericht des Hafenmeisters und der Seite winderfinder. Dennoch war es stellenweise eine Materialschlacht. Rekordböe dieses Mal 38 Knoten. Ansonsten gab es eine lange Passage mit knapp konstant 30 Knoten Wind. Um ein Gefühl davon zu vermitteln, stelle man sich vor, dass man auf dem Dach eines Güterwaggons steht, der 55 km/h fährt. Zusätzlich bewegt sich das Dach noch recht dynamisch und macht Seitwärtsbewegungen von ca. 30 bis 40 Grad. Ständig sucht man Halt an der Reling, am Decktisch oder sonst wo. Die Gischt spritzt den Steuermann nass. Wir hätten uns das gerne erspart, aber am Freitag Abend muss das Boot wieder in Punat sein. Also morgen gleich wieder ein langer Törn.
Heute gab es dennoch wieder schöne Momente. Z.B. die Vorbeifahrt an diesem Leuchtturm.
Ich glaube, ich muss noch zehn Mal in der Urlaub fahren, dann kann ich mir einen Leuchttrumkalender basteln – toll!
Kurz vor dem Hafen von Cres wollte einer von uns Angeln. Er hatte bereits gestern eine Dreitageslizenz dafür erworben.
Gefangen hatten wir leider nichts. Später jedoch fütterten wir die Fische mit Brotwürfeln an. Die aßen sie mit sichtbarer Begeisterung, den Köder aber nicht. Die Bucht, in der das war, heißt Nedomisje und hat eine wunderschöne Bewaldung. So in der Art eines Bergsees.

Am Abend kamen wir dann im Hafen (ACI-Marina) von Cres an. Eine gepflegte Anlage. Morgen fahren wir nördlich um Cres herum. Abends übernachten wir noch einmal auf dem Boot. Im Anschluss daran beginnt der wetterunabhängigere Landurlaub. Die erste Station wird Cisici auf Krk sein. Dort haben wir bereits ein schönes Appartement reserviert.
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