Sonntag, 23. April 2023

Der dritte Tag

Heute ließ ich es mir gut gehen. Ausschlafen soweit möglich, drei pain au chocolat zum Frühstück, vorab noch ein Muffin. Um zehn Uhr öffnete die Hennessy Brennerei.
Eine Viertel Stunde später begann die Führung auf französisch. Die englischsprachigen waren mir zu spät. Dennoch war es teilweise auf Englisch, weil die Führerin Irin war. Ich konnte so gerade noch auf Französisch folgen. Die Führungen finden mit bis zu dreißig Personen statt. Wir waren zu fünft. Neben mir nahm noch eine Familie teil. Er war aus Paris, sie aus Brasilien. Mit ihren beiden Kindern leben sie heute in Toulouse. Es war also eine sehr private Führung. Auch gut, aber vielleicht nicht ganz so gut wie letztes Jahr in Tullamore. Es beginnt ebenfalls mit einem Film über die Firmengeschichte, später erfährt man wie das Produkt in der Theorie entsteht. Anschließend fährt man auf dem Fluss rüber zum Lager mit den Fässern.
Eines der größten der Welt und weniger industriell als in Tullamore. Anschließend fährt man wieder mit dem Boot über den Fluss ins moderne Besucherzentrum, wo eine Degustation wartet. Zwei Aushängecognacs, ein Cocktail und etwas, das ich nicht verstand wurden gereicht. Der Schluss findet im Verkaufsraum statt. Danach lief ich zum Auto zurück zweifelnd, ob ich doch noch im Gourmet Bistro l’Atelier einkehren sollte. Was soll ich sagen. Hätte ich es nicht getan, wäre mir etwas entgangen. Bei google mit 4,3 bewertet war ich unsicher, dachte mir aber das liegt am hohen Anspruch der Franzosen. Und so war es. Ich bekam einen Tisch draußen bei ca. 20 Grad und Sonne. An vielen weiteren Tischen saßen Franzosen, die alle Wein tranken – mittags. Vermutlich der Grund, weshalb man mich zwei Mal komisch anschaute. Das erste Mal beim Bestellen einer Orangina. Das zweite Mal beim Ablehnen der Bestellung eines Weines. Für die zwanzig Tische draußen laufen vier Kellner:innen rum. Alle freundlich und zuvorkommend. Ich wusste, dass wenn man hier gut und günstig essen will, soll man die Mittagsmenüs essen. Eine goldrichtige Entscheidung. Als Vorspeise wählte ich den lauwarmen Spargelsalat mit Blattsalaten, feinem Schinken und einem panierten Ei. Als Hauptgang, den Fisch des Tages und zum Dessert eine Ganach exotique. Alles kurz vor Sterneniveau. Ein grandioses Erlebnis für um die dreißig Euro. Danach wollte ich nach Lourdes. Der Ort mit der Marienerscheinung. Der war mir aber zu hoch in den Bergen und zu weit ab von der Hauptstrecke, so dass ich kurzerhand nach Biarritz weiterfuhr. Dort lief ich einen kostenpflichtigen Stellplatz an. 19 Euro die Nacht für nichts außer einer Entsorgungsstation. Toll war jedoch die Strandnähe. Hundert Meter gelaufen und man stand am Atlantik.

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