Sonntag, 20. Oktober 2019

Der letzte Tag und die Heimfahrt

Viel zu schnell verging die Zeit. Am Freitag hatten wir noch eine kurze Wanderung geplant, die uns an einem See entlang durch hohes Gras führen sollte. Ein Privatweg, der nur in den Wintermonaten begehbar ist. Durch den häufigen Regen glich der Weg einem Bachlauf. Die Gummistiefel hatten sich mal wieder bezahlt gemacht. Als wir den Weg passiert hatten, begann es zu nieseln. Wasser von unten und oben wollten wir aber nicht, weshalb wir uns dazu entschlossen, nicht zurück zu laufen und die Strecke zu verlängern. Wir verlängerten so lange, bis es am Ende vier ein halb Stunden und gut 16 Kilometer waren. Entsprechend platt waren wir. Eingekauft war auch nicht, so dass aufgrund der fortgeschrittenen Zeit der Kaiserscharrenwettbewerb auf unbestimmte Zeit vertagt wurde. Der Wunsch abends zu grillen war groß, so dass wir nur noch Fleisch und ein paar Kartoffeln kauften. Nochmal: die Metzgerei auf Römö bietet leckerste Feinkost! Nach dem Abendessen klang der Tag bei einem Film aus. Dazu wärmte uns der Kaminofen. Draußen wehte kräftig der Wind. Ich sah im Internet nach, ob mein Zug fährt. „Meiner“ schon, nur der Intercity davor nicht. Mit der Konsequenz, dass ich einen erste Klasse Stehplatz hatte, weil man im Regionalexpress nicht reservieren konnte. Für drei Stunden harrte ich dort aus. In der zweiten Klasse wäre es wegen der vierten Sitzreihe noch kuscheliger gewesen. Ein Knall ertönte mitten auf der Fahrt, als im von Rentern gesäumten Wagen, ein schwerer Koffer aus der Deckenablage zu Boden fiel. Zum Glück stand dort niemand. Im Türbereich standen viele Menschen. Einer kam versehentlich auf den Notruftaster, was folgendes Gespräch mit dem Lokführer auslöste: Lokführer: Hallo, hier spricht der Lokführer, gibt es einen Notfall? Fahrgast: Nein, hier ist es nur sehr eng bei uns. Deshalb kam ich auf den Schalter. Lokführer: Kommen Sie vor, bei mir gibt’s reichlich Platz. Kein Notfall also? Fahrgast: Nein, kein Notfall. Es ist halt recht voll hier. Lokführer: Genießen Sie das Leben in vollen Zügen! Gute Fahrt noch! In Hamburg startete der ICE pünktlich. Ich hatte einen Sitzplatz im Kopf des Triebwagens reserviert, weil ich hoffte, dass man im ICE 4 beim Lokführer mit rausschauen kann. Dem war aber leider nicht so. Außerdem spinnte nach Aussage des Lokführers eine Tür im Wagen sieben, so dass wir zehn Minuten Verspätung hatten. Das hätte sich beim Umsteigen in Würzburg rächen können. Dort hatte ich nämlich nur acht Minuten… es ging alles gut. Ein tolles technisches Spielzeug ist der online checkin. Wenn man nicht vom Zugbegleiter kontrolliert werden will, markiert man das online in seinem Handyticket und voila, das funktioniert. Nun wie war es auf Römö? Schön, aber nicht durchweg. Mit mehr Sonne wären die Eindrücke positiver gewesen. Auch wäre für mich eine konkretere Planung wünschenswert gewesen. Wir hatten das mit einem Speiseplan versucht, aber meist ging es nicht mit den Aktivitäten auf. Fest stand eigentlich nur, wann wir in welchem Ferienhaus sein würden. Im Wesentlichen war es, wie ich es erwartet hatte, eine große Gassirunde durch die Dünen und am Strand entlang. Wie oben bereits geschrieben, ist es schön, Hunde zu haben, aber es bedeutet auch Arbeit. Viel Arbeit im Freien, die sich positiv auf die eigene Fitness auswirkt. Unterstützt wird das Ganze noch durch das Reizklima der Nordsee. Ich fühle mich erholt. Abschließend möchte ich die Schönheit der Natur anhand der weiteren Bilder festhalten. Verbunden damit ist wieder der Dank für Dein Interesse am Lesen des Blogs!

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