Freitag, 13. Mai 2016

Budapest

Die Fahrt in die Budaer Berge, wo ich mit den Gastgebern wohnte, wurde um eine kleine Stadtrundfahrt ergänzt. Am Heldenplatz ging es über die Andrassy-Strasse und die Kettenbrücke nach Hause. Dort erwarteten mich bereits Ihr Mann, die Kinder, Ihre Mutter und der Hund. Sie begrüßten mich sehr herzlich. Der Hund ist ein Leonberger. Ein Riesentier und unglaublich gutmütig. Ich verstand mich mit allen auf Anhieb. Man zeigte mir mein Zimmer und ich stellte den Koffer ab. An Einräumen war nicht zu denken, weil die Kinder gleich spielen wollten. Im Garten wurde auch gleich der Grill angeheizt. Traditionell ungarisch wurde mit Salzgurken, Knoblauch und Zwiebeln gegrillt. Dann wurde die Torte geholt, schließlich so sagte man, habe ich Geburtstag gehabt. Ich freute mich sehr. Auf diese Weise gestärkt fuhren wir zur Donau. Wir machten eine romantische Lichterfahrt auf der Donau. Dazu ein Glas Wein und der Abend war perfekt. An Bord erhielt jeder einen Kopfhörer, welcher auf seine Sprache eingestellt war. Auf Deutsch sprach eine gelangweilte Ostdeutsche furchtbar monoton. Jedoch war es vermutlich eine Computerstimme, weil das Wort "Silhouette" als "Sihoulette" ausgesprochen wurde. Das deutet auf einen Tippfehler hin. Auf der Donau waren auch Flusshotels unterwegs. Diese sahen ausgesprochen komfortabel aus. Vor dem Einschlafen schaute ich etwas fern. Es gibt tatsächlich einen Sender namens TV Paprika. Am nächsten Tag machten wir einen Ausflug in die Budaer Berge. Wir fuhren mit der sog. Kindereisenbahn in die Höhenlagen Der Zug (außer der Lokführer) wird von Kindern betrieben. Sie verkaufen und kontrollieren Tickets. Wer das machen möchte, muss in der Schule besonders gut sein, dann kann sich jeder Schüler aus Ungarn darauf bewerben und wird für zwei Wochen dort in einem Schullandheim untergebracht und darf täglich Dienst verrichten. Zwischendrin machten wir Halt an einer Seilbahn, welche vom Janos-Berg bis fast hinab zum Moskauplatz fährt. Wir fuhren runter und wieder rauf. Anschließend besuchten wir den Erszebet Kilato (übersetzt Sissiaussichtsturm). Angeblich fühlte sie sich dort so wohl, dass sie der Bevölkerung den Turm schenkte. Man hat dort wirklich einen tollen Ausblick! Auf der Rückkehr machten wir Rast in einem Lokal, welches ich unbedingt wieder besuchen wollte. Das Ausflugsrestaurant Nancy Neni. Abends waren wir in einem Einkaufszentrum. Dort ging ich auch gleich zum Friseur, weil das nur ca. die Hälfte kostet wie hier. Am Dienstag war das Wetter nicht mehr so gut, weshalb wir die überdachten Aktivitäten absolvierten. Als erstes ist hierbei der Besuch der Picasso-Ausstellung in der Nationalgalerie zu erwähnen. Am Nachmittag wurde es sportlich. Wir besuchten eine große Badmintonhalle, welche ein Freund der Gastgeber betreibt. Der Gastgeber selbst spielte 15 Jahre lang in einer Badmintonmannschaft. Es war beeindruckend zu sehen, dass er nichts verlernt hatte. Er war der absolut überragende Spieler auf dem Platz. Auch der Schläger, den er mir auslieh, war ziemlich professionell. Nach dem Spiel gingen wir an die Donau an ein toll gelegenes Restaurant mir guter Küche, das Rozmaring. Am Abend besuchten wir ein altes Ehepaar, welches meine Mutter noch kennt. Dort erlebt man Ettikette und Benehmen, als würde man eine 60 Jahre alte Konserve öffnen. Die Umgangsformen sind auf höchstem Niveau. Am Mittwoch war Shoppingtag. Im Vorfeld sagte ich, dass ich von Budapester Schuhen hörte. Sie meinte jedoch, dass diese sehr teuer sind. Jedoch kenne man einen guten Schuhladen und natürlich auch wieder den Besitzer. Der war so freundlich und räumte mir einen großzügigen Rabatt ein, so dass ich jetzt wirklich elegante Sommerschuhe in blauem Wildleder habe. Später fuhren wir weiter zum großen Einkaufszentrum Westend. Am Nachmittag fuhren wir ein letztes Mal in die Berge. Zum einen wegen eines weiteren Aussichtspunktes und zum anderen wegen eines "Bistro" mit Restaurantcharakter und einem ausgesprochen freundlichen Wirt - das Hangár Bistro, eine ehemalige Kleinflugzeughalle. Es ist absolut eine Empfehlung wert. Später fuhren wir zurück zum Haus und ich packte den Koffer. Ich bekam noch einige Geschenke mit, bedankte mich bei allen und die Gastgeberin fuhr mich zum Flughafen. Das Terminal 2B ist sehr elegant. Auf meinem Flug waren einige Mitarbeiter von deutschen Firmen gebucht. Viele Daimlermitarbeiter und auch von Metabo. Der Flug verlief sehr angenehm und jetzt bin ich wieder zu Hause.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen