Sonntag, 28. Juli 2019
Ein Hafensonntag
Als erste Pflicht des Tages stand der Besuch beim Hafenmeister an. Die extra Übernachtung mussten wir anmelden. Als wir die Bootsdokumente vorzeigten, lehnte man kopfschüttelnd ab und verwies auf den Dauerliegeplatz. Umso billiger für uns. Es sei denn der Vercharterer stellt uns die Extranacht in Rechnung.
Es macht nur Sinn, heute einen Hafentag einzulegen. Schließlich mussten wir den Proviant erst noch einkaufen und das Wetter war am Vormittag alles andere als gut.
Wir übten uns im Kartenspielen. Anfangs spielten wir Mau Mau später dann Durak. Nachdem die Straßenentwässerung an manchen Stellen ein wenig schwach ist, bilden sich gerne mal Pfützen, so dass ich später am Tag mit den wasserdichten Schuhen unterwegs war. Nach der ausführlichen Proviantierung gab es einen Snack an Bord. Das Einkaufen im nahe gelegenen Coop war neeindruckend, weil in einem katholischen Land die ganze Stadt den Wocheneinkauf am Sonntag zu erledigen scheint. Auch das kulinarische Angebot ist divers. Im Glauben hier die besten Tomaten der Welt zu kaufen, standen wir vor einigen Kisten mit teilweise aufgeplatzten Tomaten, an denen sich zahllose Fruchtfliegen labten. Dagegen gab es Biozitronen, die groß waren wie eine Kokosnuss.
Das Auto parkt auf einem öffentlichen Platz direkt an der Hafeneinfahrt. In Foren stand zu lesen, dass dies unproblematisch und ohne Schäden möglich sei. Also für die erste Nacht kann ich das bestätigen. Nach der langen Anfahrt ist nun die Tankreserveleuchte angegangen, so dass potenzielle Diebe nicht mehr weit kämen.
Den restlichen Tag schauten wir uns den Hafen an und die nähere Umgebung. Das war auch für die Ristorantesuche am Abend von Vorteil. Wir kehrten im Sirena ein. Die Speisen waren einwandfrei, trotz der hohen Individualisierungswünsche in Sachen Pizza. Einer bestellte ohne Käse, was der Kellner mit den Worten „only with the white of the Pizza“ bzw. mit Pizza bianca bestätigte. Als die Pizza kam, meinten zunächst alle, dass Käse darauf war. Aber nach dem Probieren war klar, dass es eine weiße nicht käsehaltige Fettglasur war, die das Geheimnis einer echten italienischen Pizza zu sein scheint.
Abonnieren
Kommentare zum Post (Atom)
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen