Montag, 29. Juli 2019
Auslaufen oder Ausfahren?
Der Montag war wie die Nacht zu vor windig. Fast 40 km/h Wind gab es durchgängig. Insgesamt schon segelbar, aber nicht besonders bequem, wenn dazu der Seegang zunimmt. Wir überlegten recht lange, ob wir nun endlich mit dem Boot auslaufen sollten oder noch einen Hafentag dran hängen und mit dem Auto eine Ausfahrt machen. Ein Frühstück an Bord nimmt dann folgende Dimension an und wirkt auch nicht unbedingt sehr einladend, aber wir sind nun mal nicht im Hotel.
Nachdem der Wind nicht recht nachließ machten wir die Autotour. Als wir abends zurück waren, sahen wir alle bisherigen Nachbarn wieder. D.h. auch die anderen blieben im Hafen. Wir nahmen die doch recht lange Fahrt nach Santo Stefano auf. Zunächst machten wir einen Stopp in Orbetello. Kein herausragender Ort, aber sehr repräsentativ für das Leben hier.
Marktplatz, Dom und das Meer vor der Haustür. Ein paar Eisdielen und Boutiquen für den Stil. Das Eis war exzellent. Im Wesentlichen kennt man in Deutschland die Geschmacksrichtung Baccio bereits. Neu für mich war jedenfalls Fondente. Eine extrem dunkle schokoladenartige Masse, die sau lecker schmeckt. Das wird möglicherweise genauso ein Hit wie das ständig im Radio gespielte Lied „Siamo tutti Muhamed Ali“.
Auf dem weiteren Weg stand eine Windmühle. Wir fuhren auf den Berg Monte Argentario und genossen die Aussicht. Weil wir unsere Badesachen dabei hatten, suchten wir einen geeigneten Strand. Auf dem Weg zurück kamen wir am Bagno Neptuno vorbei, dem Neptunbad. Wie man es von Italien kennt, kann man sich gegen Entgelt eine Liege mit Stuhl mieten oder man läuft ein paar Meter dran vorbei und gelangt an den öffentlichen Strand. Im Süden war der Seegang deutlich geringer, so dass das Baden mühelos war. Wir stiegen in das badenwannenwarme Wasser. Erst nach ca. 50 Meter war der Oberkörper bedeckt.
Die Autobahn zum Zielort ist im Hinblick auf die Zahl der Schlaglöcher, Rissbildungen, Teerabplatzungen und Schmelzerscheinungen einmalig. Immer mal wieder zwischendrin wurde sie ordentlich erneuert. Was jedoch kaum zu toppen ist, ist die bilderbuchartige Landschaft mit Zypressen und Kiefern. Die terrakottafarben gestrichenen Häuser, all das schöne, was man aus Filmen kennt.
Nachdem wir den Geiz in kulinarischer Hinsicht abgelegt haben, gibt es ab jetzt jeden Tag ein Eis und Abends gehen wir essen. Die Crew ist ziemlich fit und hat sich das auch verdient. Naja zumindest zwei von uns waren bereits joggen. Beide zusammen sogar schon ca. 30 Kilometer!
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