Freitag, 2. August 2013

Bass Harbor und Kanada

Es ist bereits der zweite Tag in Folge, an dem ich ohne vorherige Buchung in einem Motel einchecke. Dieses Mal ist es kurz hinter Saint-Georges in Kanada, also auf dem Weg nach Quebec City. Der Tag begann nicht wirklich gut. Die Wettervorhersage hatte recht. Es regnete fast den ganzen Tag. Zumindest solange ich noch an der Küste unterwegs war. Und das war bis ca. 14 Uhr. Also was tun? Nun ja, der Plan war eine Fahrt mit einem Katamaranboot raus zur Walbeobachtung. Bei der Sicht aber lieber nicht. Als Alternative fuhr ich raus zum Bass Harbor Leuchtturm. Der ist sehr idyllisch gelegen. Bei wenig Sicht macht die Insel aber keinen Spaß. Also fuhr ich zum Mittagessen zu einem der zahlreichen Hummerküchen. In meinem Fall wurde es die Trentonbridgelobster-Gaststätte, die auch eine Internetseite betreibt. Als ich den Laden betrat, wurde ich gleich als Kunde wahrgenommen und nach meinem Bestellwunsch gefragt. Ich antwortete schlicht mit Lobster. Dann machte der Herr eine Truhe neben sich auf und darin waren geschätzt 200 lebende Hummer drin. Ich solle mir einen aussuchen. Letztenendes griff er einfach in die Kiste – für mich sahen alle gleich aus. Den packte er in ein Netz und brachte ihn zum siedenden Topf vor der Hütte. Draußen waren wie das Bild zeigt einige Holzfeuer mit Kochstellen. Ich bekam einen Wartezettel und nahm Platz. Eine gute viertel Stunde später durfte ich das Teil auf einem großen Tablett abholen. Ich bestellte noch Cocktailsoße dazu. Mit dem entsprechenden Werkzeug lässt sich der Hummer öffnen und man kann das manchmal hähnchenartig schmeckende Fleisch essen. Die Konsistenz des Fleischs ist eher wie bei Garnelen. Kurzum es schmeckt gut, allerdings würde ich das nicht jeden Tag wollen. Am Ende sah das Tablett wie folgt aus. Erfreulich war, dass einige Asiaten da waren. Bei denen gehört schmatzen zum guten Ton und das Essen mit den Fingern sowieso. Mit diesen Eindrücken ging es dann auf die lange Fahrt Richtung Kanada. An der Grenze musste ich fast eine Stunde warten. Es war doch einiges los. Verwunderlich fand ich, dass insbesondere die Landsleute intensiv befragt zu werden schienen.

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