Donnerstag, 1. Oktober 2020
Kap Arkona und Prora
Heute ist es durchgängig bewölkt. Von daher war ein Ausflug zum Leuchtturm am Kap Arkona angesagt. Es gibt wenige Abstiegsstellen vom Hochweg zur Küste runter. Wir fanden sie alle. Ob zum nördlichsten Punkt der DDR (Siebenschleiferstein) oder andere Stellen.
Es macht den Anschein als würde ich mit extremem Dialekt sprechen. Es ist mir heute zum zweiten Mal passiert, dass man mich zahlenmäßig völlig missverstanden hat. Das ging gestern beim Bäcker los, als ich drei Brötchen bestellte und am Ende sechs in der Tüte landeten. Beim Preis hätte ich es bemerken können… Heute am Fischbrötchenstand dasselbe Spiel. Ich sagte: ein Fischbrötchen, bitte. Die Verkäuferin antwortete: und welche Sorte Fisch? Ich antwortete: mit Dill-Matjes. Die Verkäuferin drehte sich nach dem Aufschneiden des ersten Brötchens nochmal um zu mir und fragte: alle drei? Ich erwiderte, nein ich will nur ein Fischbrötchen. Es lag nicht an der Maske, weil ich sie in der Situation nicht trug.
Nach einer ausgedehnten Mittagspause fuhren wir zu einem Sanddornstand. Das sei sehr gesund und ist aus meiner Sicht als Ergänzung zum Fischbrötchen notwendig. Die Verkäuferin macht sich am Stand über mich lustig, weil ich eine kleine Flasche kaufte. Normalerweise kauft man die 1 Liter Flasche und macht damit eine sechswöchige Kur. Jeden Tag zwei Esslöffel davon. Das sei gut für alles.
Am Nachmittag besuchten wir die Erholungsanlage aus der NS-Zeit, welche heute modern umgebaut wird. Ursprünglich sollten bis zu 20000 Menschen in diesem sog. Kraft durch Freude Bad untergebracht werden. Weite Teile sind schon fertig renoviert. Es ist fraglich, ob der Denkmalschutz hier richtig entschieden hat, als er private Wohnnutzung zulies. Was wäre aber die Alternative? Einen gigantischen Windstopper an der Küste entlang wäre nicht schön. Der Name Prora steht für nichts, sondern ist der Name des Stadtteils.
Auf dem Heimweg suchten wir noch einen Beobachtungspunkt für Kraniche auf. Aufmerksam wurde ein Mitreisender darauf, weil die lokalen Schifffahrtsgesellschaften Kranichbeobachtungsfahrten anbieten. Ein kurzer Blick ins Internet verrät einem Orte, von welchen aus die Tiere beobachtet werden können. Man ist recht weit von ihnen entfernt. Tatsächlich sahen wir ca. zwanzig Kraniche, welche zum Pausieren über die Nacht in einem See landeten. In der Zeit von September bis Oktober werden es über 60000 sein, die auf Rügen ihre Reise in den Süden unterbrechen.
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Der nuschel rainer....volkskrankheit von uns schwaben...mach dir nichts daraus.. sie haben ja alle nach oben gerundet..
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