Mittwoch, 1. März 2017

Whakarewarewa

Zuerst einmal muss ich mich korrigieren. Der Gesamtanteil der Maori an der neuseeländischen Bevölkerung beträgt 15 Prozent. Im Bereich Rotorua sind es sogar 50 Prozent. Es sind auch nicht alle dick und rund, aber dennoch sehr viele. Sie wohnen auch ganz gewöhnlich. Nichtsdestotrotz gibt es Maoridörfer, in welchen das ursprüngliche Leben nachvollziehbar wird. Das Dorf, welches wir besuchten trug oben genannten Namen. Von einer gereiften Damen wurden wir in einer Gruppe herumgeführt. Es kam ihr sehr darauf an, zu vermitteln, wie die Begriffe ausgesprochen werden. Immer wieder meinte sie: repeat after me… whaka rewa rewa otako epele. Das heißt: … und sie erklärte, was wir gerade sagten. Das Dorf ist belebt und liegt mitten in einem geothermischen Feld. D.h. überall sind Heißwasserquellen und Schlammpools, die ebenfalls sehr heiß sind. Sie erklärte das Kochen in der Quelle und das Geschehen rund um das Versammlungshaus. Die Maori wurden christianisiert. Von daher auch das Kreuz und die Glocke. Vor wenigen Jahren musste eine Familie das Dorf verlassen, weil eines Tages in die Küche ein Geyser ausbrach. Das Gebäude wurde dadurch unbewohnbar. Einen Geysir sahen wir dort ebenfalls. Hin und wieder sang sie uns ein Lied und zum Abschluss der Führung sahen wir eine Tanzvorführung. Ein klassisches Touriprogramm. Am Nachmittag trennte sich die Gruppe. Zwei fuhren zum Wai-o-tapu thermal wonderland. Ich blieb in der Stadt und kaufte ein. Die Ausbeute war ein T-Shirt und ein Tikitiki. Das ist eine geschnitzte Maorifigur, eine Art Talisman. Meine ist gegossen und aus Plastik, war aber auch reichlich günstig und macht bei der Ausreise keine Probleme. Schließlich sind die dort recht streng, was den Holzexport angeht. Davor spazierte ich noch durch den Governmentpark. Dort steht das Rotorua-Museum. Leider war es zur Verstärkung der Erdbebenstandfestigkeit und zu Renovierungszwecken geschlossen.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen