Montag, 6. März 2017

Das Ende der Neuseelandreise

Am letzten Tag wurden die Koffer noch einmal ganz besonders sorgfältig gepackt. So viele Dinge sammeln sich auf dem Weg an. Ein bevorzugtes Mitbringsel sind neben T-Shirts die australischen Limonaden von Bundaberg. In Deutschland ist das Ginger Beer über das Internet bestellbar. Es ist alkoholfrei. Ich muss schauen, ob der Laden Aktien ausgibt. Falls ja, wird in spätestens zwei Jahren Coca-Cola einsteigen. Wir hatten am Abend zuvor nochmal richtig gut gegessen. Dinner in Tony's Steakhouse und das Dessert gab es bei Queens Bistro-Cafe. Ich aß Lammfilet mit Pfefferminzsoße und Gemüse. Insbesondere die Minzsoße passte besser als gedacht. Später im Cafe bestellte ich etwas, das ich nachkochen will, nämlich Panna Cotta mit weißer Schokolade. Die fünf Stunden vor Abgabe des Wagens verbrachten wir zunächst im Eden-Park. Das ist ein erloschener Vulkankegel. Man soll nicht in den Krater hinabsteigen sagt ein Schild. Wir sind also nicht allein auf der Welt mit einem Regelungs- und Verbotswahn. Hier noch ein weiteres: Jetzt bin ich wieder zurück. Ich habe ausgiebig geruht und gut gegessen, so dass die lange Zeit des Fluges nicht mehr in den Knochen steckt. Entgegen meiner Annahme war der Rückflug auch dreiteilig. Es ging von Auckland über Brisbane und Dubai nach Frankfurt. Einmal drei Stunden, einmal 13 Stunden und dann noch gute sechs Stunden. In Brisbane musste man nur kurz aus dem Flieger nach einer Stunde ging es schon weiter. Dort gibt es im Wartebereich fast schon eine Art Clubbestuhlung mit Sofalandschaften. Wir waren so frei und legten uns hin, um ein wenig vorzuschlafen. Schon beim Landeanflug auf Brisbane fiel mir auf, dass Australien viel eher ein Land ist, in dem ich mir vorstellen könnte, zu leben. Auf Neuseeland trifft das nicht zu. Die Natur ist zwar überragend schön und die Menschen sind freundlich, aber es gibt dort nur sehr wenige Menschen. Es ist im Wesentlichen auf der Südinsel ein Bauernstaat. Überall gibt es Horden von Schafen, Kühen, Wild und Alpakas. Die Häuser sind Holzbuden. Viele sehen aus, als hätten sie 25 Jahre keinen Anstrich mehr erhalten und die Straßen sind klein und kurvig. Fast nirgends findet sich ein Teilstück, das zehn Kilometer geradeaus führt. Ständig droht die Gefahr eines Erdbebens mit Tsunami. Dennoch haben viele Kiwis (so bezeichnen sich die Einheimischen selbst) beeindruckend getunte Autos oder verrückte Hobbies, die in dieser Form in Deutschland eher schwierig auszuleben wären. Für mich ist Neuseeland ein Reiseland par excellence. Eine absehbare Zeit lang das alles zu erleben, bereicherte mich ungemein. Ich hoffe, dass ich Dir als Leser/in ebenfalls ein paar gute Eindrücke vermitteln konnte und danke Dir für das gezeigte Interesse! Bis zur nächsten Reise!

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