Mittwoch, 28. September 2016
Der Transfer in die Stadt
Nach einer etwas langwierigen Einwanderung machte ich mich gleich auf die Suche nach dem Stansted-Express, also dem Zug nach London. Ich war schon sehr gespannt, weil der Betreiber Abellio ist. Diese Eisenbahngesellschaft gewann die Ausschreibung für die Filstal- und Neckartalroute ab dem Jahr 2019. Insofern war es für mich ein Test, was wohl in drei Jahren auf mich zukommt. Die Pünktlichkeit und der Service stimmen.
Leider war ich nicht ganz pünktlich. Der Zug stand bereits zur Abfahrt bereit. Die Zugabfertiger, welche die Tickets am Bahnsteig prüfen, standen ca. 50 Meter entfernt. Ich begann zu rennen, aber bereits als ich dazu ansetzte, zählte einer von Ihnen runter: fünf, vier, drei, zwei, eins und der Zug fuhr ohne mich los. Alle 15 Minuten fährt der Expresszug. Davon konnte ich dann jede Sekunde auskosten…
Doch ähnelt es ein wenig einem Raktenstart, wenn die Gleise nicht ganz eben sind. Alle fünf Minuten schleudert es einem den Kopf von links nach rechts, so dass man sich vor der nahenden Scheibe in Acht nehmen muss. Ansonsten kann man nichts Negatives sagen. Sogar gratis W-LAN gibt es im Zug.
Das Hotel war an der Themse gelegen, nahe der Blackfriars Station. Ich lief über die Brücke und sah es bereits. Am Check-in belastete man die Kreditkarte als Sicherheitsleistung für die Mini-Bar mit 100 Pfund. Neben mir checkte ein Brite ein, der sich umdrehte und sagte, dass ich den Betrag auch für das Verwüsten des Zimmers abgezogen bekäme. Ich antwortete, dass es dann billige Möbel sein müssten. Der Concierge scherzte: Die sind von Ikea. Tatsächlich war das Zimmerdesign von Tom Dixon entworfen – noch bevor dieser mit Ikea zusammenarbeitete.
Nach kurzer Rast im Zimmer machte ich mich auf, um das nächtliche London zu erkunden.
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