Mittwoch, 31. Juli 2013
Boston - demokratisch und akademisch
Am zweiten Tag habe ich den Freedom-Trail vollendet. Begonnen hatte ich im Park.
Der Weg führte am State House (bei uns quasi Landtag) vorbei.
Es ist ein öffentliches Haus und nach der Eingangsdurchsuchung konnte man sich bis an die Abgeordnetenräume heran begeben. Innen ist es ausgesprochen elegant. Das Bild zeigt das große Treppenhaus.
Wie eigentlich ganz Boston. Es ist eine Mischung aus Altem und Neuen, die behutsam vorgenommen wurde. Danach habe ich mich etwas verlaufen, fand mich auf dem Stadtplan aber zügig wieder. Dazu setze ich mich allerdings auf eine Parkbank. Der Ausblick war wie fast überall dort sehr angenehm. Eine kleine Segelschule befand sich dort.
Heimlich wollte ein Streifenhörnchen eine Nuss verstecken, aber es blieb nicht unentdeckt.
Die „wilden“ Tiere sind hier ausgesprochen unerschrocken. Und so hoffe ich alsbald ein paar Wale vor die Linse zu bekommen. Anschließend fuhr ich mit der Tube zum MIT.
Ich besuchte auch das dazu gehörige Museum, wo diese Maschine stand.
Links dreht ein Elektromotor die Zahnräder, welche sich nach rechts weiter übersetzen. Man kann erkennen, dass durch die geringe Übersetzung sich die Räder links zügig drehen. Das äußerste rechte Rad benötigt dadurch für eine volle Umdrehung 13,7 Millionen Jahre. Da standen noch weitere solcher Apparate herum. Danach ging es weiter nach Harvard. Völlig zurecht eine Prachtuni. Der ganze Stadtteil fügt sich ineinander. Momentan ist her eine Besucheruni, weil zu viele offensichtliche Touristen dort sind. Das Bild zeigt die Harvard Law School.
Am Abend hatte ich kurz den Neuen im Zimmer kennen lernen dürfen. Ein Student aus Madison, Wisconsin. Ein etwas aufgedrehter Typ. Das Hostel veranstaltet täglich Gruppenevents. Dieses Mal ging es zum Kings Bowlingcenter. Da von den anderen im Zimmer keiner mitwollte, fragte ich den Neuen. Er sagte, klar da geht er hin. Es fand sich eine Gruppe von 12 Teilnehmern zusammen, die allesamt nach der strengen Ausweiskontrolle, in die Bowlingschuhe schlüpften. Zwei Schwaben waren außer mir auch noch dabei. Deren Routing ist etwas gestreckter. Sie kamen von New York City und gingen dann nach Boston, um von dort nach Florida zu fliegen. Am besten gefiel mir an dem Abend der Stil einer Engländerin. Sie war etwas zierlich gebaut, aber dafür warf sie die Kugel in hohem Bogen auf die Bahn. Nach dem Aufprall zuckte ich immer zusammen. Dann rollte die Kugel im Schneckentempo auf die Pins zu. Doch mit der Methode machte sie gute Punkte. Wohingegen der Neue 8 von 10 in der Rinne versenkte und bei den anderen fast alle traf. Ein geselliger Abend, der bei Miller lite auch nicht so sehr zu Kopf stieg. Die folgenden Abende werden da eher ruhig, was der Form der Unterbringung geschuldet ist. Im Hostel ist der Altersdurchschnitt noch recht nahe bei mir.
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