Samstag, 3. August 2019
Zurück im "Heimathafen"
In San Vincenzo schliefen wir erst mal ordentlich aus. Also ich zumindest gleich zehn Stunden. Ich fühle mich wieder gut. Wir verließen den Hafen gegen 11:30 Uhr.
Bei bestem Segelwetter. 20 Knoten Wind und mäßigem Seegang. Wir segelten fast den ganzen Weg zurück nach Cala de Medici. Vor dem Hafen drehten wir noch ein paar Runden nur so zum Spaß und natürlich zur Übung. Es ist eine wahre Freude, zu sehen, was für fähige Segelhelden hier am Werk waren. Alle könnten jede Rolle auf einem solchen Urlaubstörn einnehmen. Jedes Manöver, ob Tanken oder in die Box einparken verlief wie im Lehrbuch. Das konnten wir uns selbst später bestätigen, als wir die anderen Charterboote zurück kehren sahen. Das lag sie also wieder sicher im Hafen, die Menkar.
Abends plauderten wir kurz mit den Nachbarn, einem belgischen Ehepaar.
Gestern Abend bereits hatten wir eine letzte Übernachtung in Italien vorgebucht. Wir gehen am Samstag noch nach Florenz, damit die Rückkehr im gesellschaftlichen Leben einfacher fällt. Im Moment ist es zwar noch nicht nötig, einen Barbershop aufzusuchen, aber bis zur Ankunft zu Hause bleiben die Barthaare dran.
Das Segeln im thyrennischen Meer bietet andere Herausforderungen als die Kleinräumigkeit der Kornaten. Zwanzig Kilometer geradeaus segeln ist hier problemlos möglich. Es hat aber auch zur Folge, dass das Wellenbild ein anderes ist. Man muss es mögen. Ich selbst schwärme noch heute von den lang gezogenen Wellenkämmen an der Cote d’azur. Ein Kollege meinte vor dem Urlaub zu mir, dass er da nicht gerne hin ginge, weil doch die Häfen nicht auf dem Niveau der Kroaten seien. Man müsse zum Waschen ins Dorf laufen, etc.. Das stimmt nicht, wer in einen italienischen Segelhafen geht, kann auf eine gute Infrastruktur zurück greifen. Insbesondere hervorzuheben ist der gute Handyempfang. Der EU sei Dank, konnte ich selbst fünf Kilometer von der Küste entfernt in LTE-Geschwindigkeit surfen.
Fest steht jedenfalls, dass man in Italien so gutes Eis essen kann wie (aus meiner Sicht) sonst nirgends auf der Welt.
Pasta und Fisch sind ebenfalls auf einem Top-Niveau zu überschaubaren Preisen zu haben. Auch die Pizzen waren topp, wobei es die in vergleichbarer Qualität zu Hause beim Italiener auch gibt.
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